Der Splügenpass ist mehr als nur ein Übergang zwischen Italien und der Schweiz — er ist eine der spektakulärsten Hochalpenstraßen Europas. Wer ihn befährt, erlebt enge Kehren, steile Hänge und eine raue, atemberaubende Natur. Doch die Fahrt ist nichts für schwache Nerven — und schon gar nicht für große Wohnmobile oder Gespanne.
Der Splügenpass ist nicht für große Wohnmobile oder Gespanne geeignet. Die Straße ist extrem eng, steil und kurvenreich. Maximale Empfehlung: 6,5 m Länge, 2,1 m Breite. Nur für erfahrene Campervan-Fahrer.
Die Anfahrt — Am Comer See entlang
Die Anfahrt zum Splügenpass beginnt meist auf der linken Uferseite des Comer Sees. Hier verläuft die SS36 — eine malerische, aber auch stark befahrene Uferstraße, die sich zwischen See, Bahnlinie und Felsen hindurchschlängelt. Wer mit dem Camper unterwegs ist, erlebt die typische italienische Mischung aus schöner Aussicht, engen Parkmöglichkeiten, viel Verkehr und zahlreichen Tempolimits. In Orten wie Bellano, Dervio oder Colico ist oft Zone 30 oder 60 mit fest installierten Blitzern.
Der Aufstieg — Ab Chiavenna wird es eng
Ab Chiavenna beginnt der Anstieg. Sofort spürst du: Hier wird es eng. Die Straße schmiegt sich an steile Felswände, führt durch enge Naturtunnel, alte Steinbögen und vorbei an tiefen Schluchten. Einige Abschnitte sind kaum breiter als ein Kleinwagen. Gegenverkehr? Manchmal bleibt nur: Rückwärts fahren bis zur nächsten Ausweichstelle.
Die Passhöhe — 2.113 Meter
Auf etwa 1.800 Metern öffnet sich das Panorama. Du siehst schneebedeckte Gipfel, grüne Almmatten, Kuhglocken hallen durch die klare Bergluft. Der höchste Punkt, die Passhöhe, ist karg und monumental — ein echter Hochalpenmoment.
Abfahrt auf Schweizer Seite
Danach geht es auf Schweizer Seite in ebenso engen Kehren hinunter ins hübsche Dorf Splügen.